Samstag, 5. April 2014

...wenn die nur nicht so lang wäre...

...diese Fastenzeit. Jetzt wirds langsam Zeit, dass es Ostern wird.

Gut. Facebook geht mir gar nicht ab. Auch ohne Fernseher komme ich gut zurecht und das Smartphone vermisse ich auch nicht. (bisher hatten wir noch keinen Alarm, sodass ich auch kein Handy gebraucht hätte.) Aber ohne E-Mail ist man echt aufgeschmissen. Sämtliche Infos wie Nightfever, Malteser, usw. bekommt man alle über diesen Weg. Auch die Bestätigungen für Bestellungen oder Passwortänderungen (!) kommen alle per E-Mail. Kein Wunder, dass ich diesen Fastenvorsatz mittlerweile gebrochen habe. Aber ich bemühe mich, nicht ständig im Web zu hängen.

Überhaupt hat sich in meinem Leben einiges geändert. Mein Tag beginnt jetzt nicht mehr unausgeschlafen um 8:45 Uhr mit einem demotivierten "Guten Morgen" im Büro, sondern um halb acht. Zu diesem Zeitpunkt habe ich bereits mit den Franziskanern die Laudes gebetet und ab und an auch die Hl. Messe gefeiert. Wenn nicht hier, schließe ich den Tag mit der Hl. Messe in St. Peter ab. Nachdem ich mir das zeitraubende Fernsehen auch aus meinem Tagesablauf gestrichen habe, schaffe ich es immer häufiger, ziemlich bald ins Bett zu gehen und bin dem entsprechend gut ausgeschlafen.

Einiges, wenn auch nicht alles, werde ich nach Ostern weiterführen. So viel steht fest. Das Stundengebet gibt mir Halt und meinem Tag eine gewisse Struktur. Und die Laudes ist ein Grund um zeitig aufzustehen. :-) Denn die Franziskaner warten nicht, bis ich mich bis 9:00 Uhr aus dem Bett gequält habe. Die Hl. Messe bestärkt mich in meinem Leben und gibt meinem Tag einen guten Abschluss. Wenn ich einen Abendtermin habe (z. B. den Zitherkurs) dann habe ich auch die Möglichkeit, bei den Franziskanern im Anschluss an die Laudes gleich die Messe mit zu feiern. Ein "Privileg" das nicht jeder hat. Dafür darf ich dankbar sein.

Der Fernseher wird wieder nach der Fastenzeit wieder einziehen. Aber er wird weniger laufen bisher und ich werde mir ein Fernsehprogramm zulegen und nur ausgewählte Sendungen anschauen.

Und eins werde ich noch dazunehmen:
Wenn die Fastenzeit vorbei ist und ich mein Smartphone wieder habe, habe ich auch mein Radl-Navi wieder. Und dann möchte ich mal ausprobieren, ob es sich einrichten lässt, auch mit dem Radl in die Arbeit zu fahren.

Montag, 12. November 2012

Ein bisserl Poesie und die Nachteile der modernen Technik

Hab heute beim Aufräumen meines Büros ein Gedicht gefunden, das ich voriges Jahr selbst geschrieben hab. Eines von vielen.
Man muss wissen, dass ich mit Goethe am gleichen - wohlgemerkt nich am selben - Tag Geburtstag habe. Irgendjemand hat mir mal erzählt dass wir genau 150 Jahre auseinander sind. Ob da was wahres dran ist? ich weiß es nicht. Aber -auch wenn Eigenlob jetzt stinken sollte - dichten kann ich:

O Ewig Licht wie schön du leuchtest,
dass keiner von uns es je vergisst,
dass der Herr selbst zwischen Computer und Akten
Im Allerheiligsten Sakrament gegenwärtig ist.

Dass er stets über uns alle wachet,
als Dienstgemeinschaft uns vereint,
uns bei der täglichen Arbeit begleitet
und uns zeigt, wie gut er es mit uns meint.

Dass wir auf IHN können allzeit vertrauen,
im Wissen dass er unsre Schritte lenkt,
uns danken lässt, dass wir einen sicheren Arbeitsplatz haben,
an dem er uns täglich neu Freude schenkt.

Meine Eltern haben zuhause fünf Disketten gefunden. (Für alle die nicht mehr wissen was das ist: diese kleinen fast quadratischen Dinger, die man in das in PCs älterer Generation noch vorhandene ebenso große Laufwerk stecken und eine begrenzte Menge Daten abspeichern kann) Auf denen habe ich als Kind meine ganzen Gedichte abgespeichert. Einziges Problem: Die sind alle mit Word Pro geschrieben, dass Microsoft Word nicht lesen kann. Und dieses Programm bekommt man zwar im Internet zum Gratis-Download, läuft aber nur auf max. Windows 98 und ich hab Windows Vista. Heißt zu deutsch, wenn ich meine Werke wieder lesen können möchte, brauch ich einen PC mit Windows 98 und Word Pro. Idealerweise mit einem PDF-Maker, dass ich die Word-Pro-Dokumente zu PDFs machen kann. Und vor allem ausdrucken. um das dann irgendwann mal wieder lesen zu können braucht man schließlich kein Programm.
Mal schaun. Ich hoffe dann doch noch mal auf einen Engel, der mir diese Voraussetzungen noch bringt. Chancen habe ich. Wie gut die sind wird sich rausstellen. Manchmal ist es doch von Vorteil, dass es Leute gibt, die "dieses alte Zeug" doch noch aufheben und sammeln...

Freitag, 2. November 2012

Im Nightfever-Fieber, auf Reise mit dem Finger auf der Landkarte.

Mama interessiert sich für Nightfever. Wohl doch mehr als ich dachte. Jedenfalls hat sie mir erzählt dass sie sogar im Internet recherchiert hat, was es damit auf sich hat. Schade, dass es hier in unmittelbarer Nähe keins gibt. "Live" ist natürlich tausend mal mehr wert als jeder Trailer oder "Werbespot" auf Youtube. Fieber kann ansteckend sein. Das haben wir ja gemerkt. Bis Australien ist der Funke schon übergesprungen. Und was kommt als nächstes? Neuseeland oder doch erst Afrika, Südamerika o. ä. Ich denk da grad an den Weltjugendtag in Rio.
Die Diözese Passau hat immer noch keine Ausschreibung herausgegeben. Wobei ich doch -wenn überhaupt - viel lieber mit denen als mit den Münchnern fahren würde. Sagen wir am so, wenn es die Finanzen zulassen. Rio ist ja auch nicht gerade der nächste Weg. Frägt sich ob der nach Sydney kürzer war. Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass ich mich im Augenblick am liebsten in den nächsten Zug/Flugzeug setzen würde und irgendwo hinfahren, wo es ein Kirchliches Großereignis gibt.
Aber nachdem ich a) das Geld und b) die Zeit dazu nicht hab und außerdem nicht weiß, wo gerade was stattfinden könnte (Katholikentag ist rum und Weltjugendtag eben erst nächstes Jahr wieder) muss ich mich wohl doch mit Internetseiten, Reisetagebüchern der vergangenen Weltjugendtage und der Vorfreude aufs Münchner "Special"-Nightfever mit Kardinal Marx im Advent freuen (hat den Vorteil dass es nix kostet) Werde mir jetzt wohl doch eine riiiieeesige Karte zulegen, wo man dann mit so kleinen roten Pins, die es mittlerweile auch in Fähnchenform gibt, alle Nighfeverstädte markieren kann. Frägt sich bloß wo man Europa in so groß herkriegt, dass man auch die einzelnen Städte erkennen kann. Mal schaun. Wo ein Wille ist, ist sicher auch ein Weg... Wobei: Soll ich nicht gleich eine Weltkarte nehmen? Jetzt wo wir bereits in Australien sind?

Samstag, 27. Oktober 2012

Diakonweihe und jede Menge Schnee

komme grade von der Diakonweihe der Diözese Passau in Altötting. 2 junge Männer wurden dort in der Stiftskirche zu Diakonen geweiht. Nicht irgendwelche. Einen der beiden kenne ich. Nicht seit gestern. Wir haben uns vor viiielen Jahren witzigerweise ausgerechnet bei einer Priesterweihe kennengelernt. Damals waren wir beide in der 7. oder 8. Klasse. Mein Gott wie die Zeit vergeht. Es ist schon ein bewegender Augenblick. Es ist nicht meine erste Diakonweihe. Aber wenn man die Kandidaten kennt, ist das nochmal was ganz anderes. Und wenn man bedenkt, dass wir beide unsere "Karrieren" als Ministranten begonnen haben... Seine Karriere ist mit der Diakonweihe nun endgültig vorbei. Meine geht auch im Orden weiter. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass aus meiner Ministrantenbekanntschaft von annodazumal jetzt ein (im wahrsten Sinne des Wortes großer) Diakon geworden ist. Und nächstes Jahr wird er zum Priester geweiht. Bleibt nur zu hoffen, dass er mit der Weihe nicht seine Lebensfreude und seinen Humor ablegt, wie es so manche andere vor ihm leider gemacht haben.
Es hat in Altötting schon die ganze Zeit geregnet. Mit weißgelben Regenschirmen wurde die Geistlichkeit am Vormittag nach der Weiheliturgie und nachmittags nach der Vesper in die Gnadenkapelle begleitet, wo die beiden der Muttergottes geweiht wurden. Beim 2. Mal durfte bzw. konnte ich auch dabei sein, weil da nicht mehr so viel los war wie am Vormittag.
Zurück in München kam das große Grausen. Schnee. Erst mal nur so Schneeregen. Aber jetzt, da ich wieder zurück in meiner Wohnung bin, zeigt sich erst das große Ausmaß. Von wegen ein bisserl Puderzucker und das wars. Ich kann aus dem (Dach-)Fenster von meinem geheizten (!) Wohnzimmer nicht mehr rausschaun. Mal schaun, wie das weitergeht. Wenns morgen genau so schneit, werde ich mich wohl damit abfinden müssen, dass jetzt die Mützen-Schal-und-Handschuh-Zeit angebrochen.
Und zu guter letzt:
Der Countdown läuft. Bis zum Fest von St. Peter und Paul im kommenden Jahr - also bis zur Priesterweihe - muss auch die Primizstola fertig sein. Ja. Richtig gehört äh - gelesen. Ich rede tatsächlich von der PRIMIZstola. Ich habe die Ehre, die Stola anfertigen zu dürfen, die der neue Priester bei seiner Primiz (für alle Outsider: die Erste Messe nach der Priesterweihe) trägt. Andere Priester lassen sich diese Paramente in Rom (!) anfertigen.

Freitag, 26. Oktober 2012

Wie erkennt man den Unterschied zwischen Haupt- und Ehrenamt?

Manchmal bin ich mir nicht so recht darüber im Klaren, was nun Haupt- und was Ehrenamt ist. Wenn ich alle Stunden, die ich zur Zeit für meine Ehrenämter aufbringe zusammenrechne und den Durchschnitt nehme, glaube ich, dass ich (auf das Jahr hochgerechnet) locker auf die 39 Wochenstunden komme, die ich paralell dazu im Büro verbringe um meinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Denn franziskanische Armut/Bescheidenheit in allen Ehren. Aber in der heutigen Zeit kann man nicht leben wie zu Franziskus' Zeiten. Auch wenn wir im OFS noch am ehesten seine Lebensweise nachahmen ("Mein Kloster ist die Welt").
Von Almosen leben ist nicht. Und meine Wohnung in München bekomme ich auch nicht umsonst. Über Probleme wie Versicherungen usw. musste sich Franziskus seinerzeit auch noch keine Gedanken machen. Manchmal wünschte ich mir eine solche Zeit.
Ich war schon oft in Versuchung einfach mal "franziskus-like" nichts mitzunehmen, zu Fuß los zu ziehen und zu schauen, wie weit man -nach dem Evangelium lebend- kommt. Ohne Geld, usw.